Dankbarkeit ist eine innere Haltung. Die Forschung zeigt, dass Dankbarkeit mit höherem subjektivem Wohlbefinden zusammenhängt und dass regelmäßige Dankbarkeitsübungen einen positiven Einfluss auf unser Erleben haben können.
Dabei ist es nicht immer einfach, diese innere Haltung aufrechtzuerhalten. Warum sollten wir dankbar sein für Stress und Herausforderungen, die uns begegnen? Warum „Danke“ sagen zu Ungerechtigkeit und Leid?
Vielleicht ist genau das auch gar nicht der erste Schritt, um mehr Dankbarkeit in das eigene Leben zu integrieren. Viel leichter können kleine, bewusste Routinen sein: zum Beispiel jeden Abend an einem vertrauten Lavendelduft zu riechen und sich einen Moment lang zu fragen: Wofür war ich heute dankbar?
Das kann etwas ganz Kleines sein: ein freundliches Gespräch, ein Sonnenstrahl, ein gutes Essen oder ein kurzer Moment der Ruhe.
Ein Duft kann dabei zu einem persönlichen Erinnerungsanker werden. Wenn wir einen bestimmten Duft immer wieder bewusst mit einem Moment der Dankbarkeit verbinden, kann er uns später daran erinnern, innezuhalten und unsere Aufmerksamkeit auf das Gute zu richten.
So können Düfte die eigene Dankbarkeitspraxis im Alltag begleiten: der Duftstein im Badezimmer, der Diffuser im Wohnzimmer, eine Duftkette unterwegs, ein Lavendelstrauch am Wegesrand oder der Lavendelduft auf frischer Wäsche im Schrank.
Was die Forschung über Dankbarkeit zeigt
Die Meta-Analyse „The Effects of Gratitude Interventions“ von Cregg und Cheavens (2023) fasst Studien zu verschiedenen Dankbarkeitsübungen zusammen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass solche Interventionen mit positiven Veränderungen unter anderem in folgenden Bereichen verbunden sein können:
- Lebenszufriedenheit
- psychisches Wohlbefinden
- positive Emotionen
- Angst- und Depressionssymptome
Die gefundenen Effekte sind dabei nicht bei allen Menschen gleich und Dankbarkeitsübungen sind kein Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Dennoch zeigen die Forschungsergebnisse, dass bewusst gelebte Dankbarkeit eine sinnvolle Ressource für das persönliche Wohlbefinden sein kann.
Dankbarkeit gegenüber den Pflanzen
Dr. Malte Hozzel, Gründer von Oshadhi, spricht in seinen Vorträgen und Videos immer wieder darüber, welche Bedeutung die Haltung der Dankbarkeit für ihn persönlich hat – insbesondere in der Begegnung mit Heilpflanzen und den daraus gewonnenen ätherischen Ölen.
Dahinter steht ein Verständnis von Natur, bei dem Pflanzen nicht nur als Rohstoffe betrachtet werden. Wir sind auf Pflanzen und die Natur angewiesen: Sie schenken uns Nahrung, Sauerstoff, Düfte und unzählige weitere Grundlagen unseres Lebens.
Ätherische Öle können uns auf sehr unmittelbare Weise mit dieser Pflanzenwelt in Verbindung bringen. In einem einzigen Tropfen begegnet uns der intensive Duft einer Pflanze, die gewachsen ist, auf ihre Umwelt reagiert hat und schließlich geerntet und destilliert wurde.
Allein dieser Gedanke kann Anlass für Dankbarkeit sein.
Vielleicht habt ihr selbst schon erlebt, wie unterschiedlich sich Pflanzen in unserer Umgebung entwickeln – abhängig davon, welche Bedingungen sie vorfinden und wie aufmerksam wir mit ihnen umgehen.
Von der Natur lernen
Nach dem Motto „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“ gibt es eine Antwort in der Natur.
Die Natur ist extrem intelligent darin, sich an die Herausforderungen der Zeit anzupassen. Die Pflanzen entwickeln sich ständig weiter. Diese Anpassungsfähigkeit ist es, was ätherische Öle so besonders und individuell macht.
Vielleicht ist es gerade diese Vielfalt, die die Beschäftigung mit Pflanzen und ihren ätherischen Ölen so spannend macht.
Gleichzeitig ist nicht jede Pflanze jederzeit und überall verfügbar. Ätherische Öle ermöglichen uns, den charakteristischen Duft und die Kraft bestimmter Pflanzen unabhängig von ihrem natürlichen Standort unmittelbar zu erleben.
Nicht immer fällt es uns leicht, die Botschaften der Pflanzen zu entschlüsseln. Viel altes, traditionelles Wissen ist „verloren“ gegangen. Wir können jedoch unsere Beobachtungsfähigkeit schulen und wieder bewusster wahrnehmen: Unter welchen Bedingungen wächst eine Pflanze? Wie reagiert sie auf Trockenheit oder andere Belastungen? Welche Eigenschaften wurden traditionell mit ihr verbunden?
Pflanzen genau zu beobachten, kann unseren Blick auf die Natur verändern.
Düfte, die uns an Dankbarkeit erinnern
🌲Walddüfte wie 🌲Schwarzkiefer, 🌲Fichte oder 🌲Sibirische Tanne erfüllen mich persönlich mit Ehrfurcht, Staunen und Dankbarkeit gegenüber der Natur. Bäume begleiten die Erde seit Millionen von Jahren, prägen ganze Ökosysteme und tragen wesentlich zu unserer Umwelt bei. Ihr Duft kann an Wald, Weite und Ruhe erinnern.
Auch andere Düfte können zu persönlichen Begleitern einer Dankbarkeitspraxis werden. 🌿Melisse, 🔸Tonka oder 🪵Angelikawurzel werden beispielsweise häufig mit warmen und ruhigen Dufterlebnissen verbunden.
Eine besondere Rolle spielen für viele Menschen auch Zitrusdüfte. 🍋Bergamotte, 🍋Orange, 🍋Zitrone oder 🍋Clementine werden oft als frisch, hell und belebend wahrgenommen. Sie können deshalb wunderbare Duftbegleiter für kleine Momente der Freude und Dankbarkeit im Alltag sein.
Welche Wirkung ein Duft auf uns hat, bleibt dabei individuell. Düfte können Erinnerungen und Emotionen ansprechen – und genau deshalb können wir sie bewusst mit Ritualen und Momenten des Innehaltens verbinden.
Spätsommer, Ernte und Dankbarkeit
Der Spätsommer ist für viele Pflanzen eine Zeit der Ernte. Auch das traditionelle Erntedankfest erinnert daran, dass vieles, was für uns selbstverständlich geworden ist, seinen Ursprung in der Natur hat.
Seit der Gründung von Oshadhi ist es Dr. Malte Hozzel ein Anliegen, Pflanzen und Natur mit Respekt und Dankbarkeit zu begegnen und wertzuschätzen, was sie uns schenken.
Dieser Gedanke prägt auch das Wirken von Oshadhi: durch langjährige Beziehungen zu Landwirten und Produzenten, durch persönliche Verbindungen zu Partnern auf der ganzen Welt und durch den Wunsch nach einem respektvollen Umgang miteinander und mit den natürlichen Ressourcen, die die Grundlage unserer Produkte bilden.
Mit jeder Bestellung in Deutschland unterstützen wir außerdem die Pflanzung eines Baumes.
Und so möchten auch wir diese Zeit nutzen, um unseren Dank auszudrücken:
für die Vielfalt der Natur.
Für die Möglichkeit, so unmittelbar mit diesen außergewöhnlichen Pflanzen arbeiten zu dürfen.
Für die Menschen, die sie anbauen, ernten und destillieren.
Und für euch, die ihr Oshadhi begleitet, unsere Produkte nutzt und es uns damit ermöglicht, die duftenden Essenzen dieser Pflanzen weiterzugeben.
Danke.